Lehen in Dalag Nor

Markgrafschaft Mélamarimma

Baronie Xant
Die Baronie Xant liegt nördlich der Hauptstadt Galendar. Die unbefestigte Stadt Xant mit ca. 3.500 Einwohnern sowie das Weingut Tessalon mit ca. 30 Einwohnern bilden das Zentrum dieses ertragreichen Landstriches. Neben dem Weingut gibt es auch noch eine kleine Likörbrennerei, die im urui des Jahres 6 n. A. N ins Leben gerufen wurde.

Eines der wertvollsten Handelsgüter, die in der Baronie zu Xant erwirtschaftet wird, ist die Flure de Sell, genannt auch Meersalz. Es wird vom Westmeer an der Nebelbucht gewonnen, wo sich die Salinen befinden.

Ihren Wohlstand verdankt die Baronie aber nicht nur den dort gewonnen Gütern, sondern vor allem der Umsicht, mit welcher der von der Baroness eingesetzte Vogt diese führt.

Baronie Cathlias
Die Baronie Cathlias liegt nord-östlich der Hauptstadt Galendar und ist somit recht dicht besiedelt. Der Ort Cathlias mit ca. 1.000 Einwohnern, sowie das Anwesen derer von Rainburg bilden die Zentren dieses ertragreichen Landstriches.

Neben Getreidefeldern gedeihen in dem milden Klima die herrlichsten Birnen des Landes, für welche die Gegend weithin bekannt ist. Eine Mühle, Brennereien und gut ausgebaute Verkehrswege tragen zur Struktur der Region bei und sind weitere lukrative Einnahmenquellen neben dem Handel welcher von hier aus betrieben wird.

Baronie Rosentreu
Das Gehöft Rosentreu ist das Zentrum der beschaulichen Baronie Rosentreu, die ziemlich in der Mitte Dalag Nors liegt, wobei sie im Süd-Osten an das Nilathak-Gebiet grenzt und im Süden findet sich noch eine Ruine der Grenzbefestigung, die jedoch obsolet geworden ist.

Wie der Name der Baronie erahnen lässt, ist Rosentreu tatsächlich voller Rosen. Rosen- und edle Schönheitsprodukte kommen von hier. Am Tränensee, der sich im Westen der Baronie befindet, entsteht für reiche Leute eine Einrichtung zur besonderen Pflege und Erholung.

Zu den exquisiten Edelprodukten aus Rosentreu gehören auch Feinbackwaren. Daher behaupten böse Zungen, die Rosentreuer arbeiten eifrig daran Reiche eitel und fett werden zu lassen.

 

Baronie Lafee

Die nord-westlichste Baronie in Dalag Nors ist Lafee. Die Baronie liegt direkt an der Küste der Westsee und verfügt über einen kleinen Hafen namens Sajana Hawa. Östlich des Hafens liegt die Stadt Lafee, die ca. 4.500 Menschen beheimatet. Das Klima ist sehr mild und lädt daher zu langen Spaziergängen durch Felder und Wanderungen durch die Berge ein. Die Lehensherrin dieser Baronie ist Baroness Felicitas von Wachenstein die wiederum einen Lehensverwalter eingesetzt hat um die Interessen der Krone und der Baronie zu vertreten.

Der Fischfang ist in dieser Region sehr ausgeprägt. Auch das Konservieren und Veredeln von Fisch und Fischprodukten hat sich in der Baronie etabliert.

Durch das Klima begünstigt, wird seit der Vergabe des Lehens an Baronin Felicitas von Wachenstein Tabak angebaut. Ebenso wird versucht Heilkräuter auf großen Feldern anzupflanzen und zu züchten.

Markgrafschaft Galwar

Die Markgrafschaft Galwar
geschrieben von:
Knappe, weiblich Lydia von Schwarzbrunn
Anno 1215

Die Markgrafschaft Galwar ist das jüngste Gebiet des Reiches Dalag Nor. Das Gebiet wurde 1212 entdeckt und an das Reich angeschlossen.

In den letzten Jahren des Krieges wider Raziel wurde dieser Landstrich von den Truppen Raziels nicht berührt, da Galwar zu diesem Zeitpunkt noch nicht bevölkert war. So beschloss Ihre herzogliche Majestät in weiser Voraussicht, diesen Teil Dalag Nors zur Quelle von Nahrung und Rohstoffen zu machen für den Rest des Reichs.

In den Jahren 1213 und 1214 war es einer Abordnung aus dem Land Luhenburg möglich, mit dem Aufbau von Galwar zu beginnen, so wurde in Galwar der Boden urbar, Dörfer wurden errichtet und alles wurde für eine Zeit nach dem Krieg vorbereitet. Es war auch so, dass sich in diesem Landstrich Zwerge und andere Flüchtlinge aus der alten Heimat des jetzigen Markgrafen niederließen.

Im Frühjahr des Jahres 1214 wurde Galwar daher zu einem der Hauptziele der heimkehrenden Flüchtlinge, welche sich daran machen konnten, das Land zu bestellen, da die grundlegende Infrastruktur durch die Luhenburger ja schon geschaffen worden war. So ging der Aufbau Galwars sehr schnell voran.

Im Sommer 1214 wurde das Gebiet zur Markgrafschaft Galwar ausgerufen und als Geschenk zu ihrer Hochzeit an die Kronrätin Christin Molljarell von und zu Galwar überreicht.

 

Grafschaft Aerenfeld
bestehend aus den Baronien
Sudfeld, Gruenau und Seeheide

Grafschaft Capaunenhein
bestehend aus den Baronien
Weidenfeld, Blautann und Eichenhein

Grafschaft Hammerberg
bestehend aus den Baronien
Goldbach, Eisenhain und Stahlberg


Beginnen möchte ich mit den Entwicklungen in Aerenfeld, der Grafschaft im Süden Galwars, welche im Volksmund die Kornkammer genannt wird.

Sudfeld ist die südlichste Baronie Aerenfelds. In Sudfeld wurde ein Sand entdeckt, aus welchem sich Glas herstellen lässt. Bei diesem wurde das Dorf Vitrearius gegründet, in welchem sich die Glasbläser aus der Heimat von Seiner Erlaucht niedergelassen haben und auch schon damit begonnen haben, einige der Weisen in ihrem Beruf auszubilden. Das restliche Sudfeld ist zum Großteil freies Land, in welchem die Schäfer mit ihren Herden umherziehen. Es sind Schafe und Ziegen. Die Schäfer leben in Wagen und bewegen sich frei durch die Baronie.

Sudfeld hat eine Vegetation, welche für diese Lebensweise perfekt geeignet ist, denn sie besteht zum Großteil aus Heidepflanzen und es gibt viele kleine Haine und Quellen. Die Hauptstadt der Baronie zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass sie stark riecht, denn in ihr sind hauptsächlich Schlachter, Gerber und Käsereien ansässig. Die Lage Sudfelds wurde mit Bedacht gewählt, denn durch ihre Lage an einem See bietet sie nicht nur gute Arbeitsbedingungen für die Gerber, sondern auch für die Handelsschiffe der Markgrafschaft, da über den Hafen von Sudfeld die Baronie versorgt wird.

Nach Sudfeld möchte ich mich Gruenau zuwenden, einer Baronie von Rindviechern wie sie vielerorts genannt wird.

Der Beiname von Gruenau stammt wohl daher, dass es in ihr wohl mehr Rinder als Menschen gibt. Guenau besteht zu einem Großteil aus saftig grünen Wiesen, da sich durch fast die ganze Baronie ein Fluss zieht und somit fast ganz Gruenau Auenland ist. Die Menschen in Gruenau leben in kleinen Gehöften, um welche herum ihre Rinderherden grasen. Nur zur westlichen Grenze hin gibt es ein paar Schafe- und Ziegenhirten, wobei sie wohl eher aus Sudfeld stammen.

Die Hauptstadt selbst gleicht eher einem riesigen Viehmarkt als einer Kleinstadt, denn in ihr ist alles auf den Handel mit Rindern ausgelegt. Es gibt keine Gerbereien, denn diese wurden in weiser Voraussicht in einem eigenen Dorf Namens Kleinfelden untergebracht. Auch die Stadt Grünau liegt an einem Fluss, wobei dieser ein künstlich verbreiteter und ausgehobener Seitenarm ist, denn auch hier müssen die Flussschiffe die Hauptlast des Handels übernehmen.

Die letzte Baronie der Grafschaft ist Seeheide, die wahre Kornkammer, man sagt auch im Herbst sei Seeheide von Gold bedeckt. Dies habe ich nicht verstanden, bis ich mir Seeheide von einem Berg aus anschaute und es fast so aussah als wäre Seeheide ein einziges großes Kornfeld. Man sieht in Seeheide nur die Ochsen, welche zur Feldarbeit verwendet werden, ansonsten gibt es dort keine großen Herden. Seeheide ist ganz und gar auf den Anbau von Korn ausgelegt, um genau zu sein, auf Gerste und Roggen. Dies wird in drei Felderwirtschaft angebaut, und, wie mir berichtet wurde wird Seeheide ab Anno 1215 ganz Dalag Nor versorgen können.

Die Stadt Seeheide selbst liegt an jenem Fluss, welcher Galwar mit dem Rest Dalag Nors verbindet und auf welchem die Schiffe fast bis Galendar fahren. So ist diese Stadt auch eine der größten der Markgrafschaft, wobei sie fast nur aus Lagerhäusern besteht. Der Fluss selbst ist von Wassermühlen gesäumt, welche einen Großteil des Korns in Mehl verarbeiten. Wobei viel von dem Korn auch nach Stahlberg zu den Zwergen verschifft wird, aber dazu später. Seeheide selbst besteht aus Fachwerkhäusern so wie alle Häuser in Aerenfeld, denn Seine Erlaucht hat verfügt, dass immer der örtliche Baustoff für den Häuserbau verwendet wird, um die Transportschiffe für wichtige Transporte zu verwenden.

Die Grafschaft Aerenfeld ist von den Menschen her zwar arbeitsam, aber die Menschen an sich sind alle eher gemütlich und lieben das Essen, welches sie produzieren. Somit sieht man einmal mehr, dass die Leute nicht nur das Land prägen, sondern das Land auch die Leute, die darin leben.

Capaunenhain ist die nordwestliche Grafschaft von Galwar.

Aus Aerenfeld kommend ist die erste Baronie, welche man in Capaunenhain erreicht Weidenfeld. So möchte ich meinen Bericht mit eben dieser fortsetzen.

Weidenfeld erscheint ein wenig wunderlich, da nicht die Hauptstadt die größte Stadt von Weidenfeld ist, sondern Tessalon, obwohl der Handel der Baronie über die Hauptstadt abgewickelt wird. Tessalon ist entstanden auf Wunsch Seiner Erlaucht, da seine Gemahlin ihr Weingut Tessalon so sehr liebt. So hat Seine Erlaucht Weinberge anlegen lassen und das Dorf in ihrer Mitte Tessalon genannt, doch schnell ist dieses Dorf zu einer kleinen Stadt herangewachsen Da, nicht wie sonst, in Dalag Nor jeder Weinbauer auch ein Winzer ist, sondern es nur eine große Winzerei gibt in Tessalon liefern alle Bauern ihre Trauben dorthin. Dies ist der Tatsache geschuldet, dass Weinanbau nicht so schwer ist, aber Weinherstellung schon und Seine Erlaucht nur ein paar Winzer aus Queth überzeugen konnte, ihre Heimat nicht wieder aufzubauen, sondern nach Weidenfeld umzuziehen.

Ansonsten bietet Weidenfeld noch ein Gewächs, welches sich Baumwolle nennt. Hieraus lässt sich wie aus Schafswolle auch Stoff herstellen. Es wird in einigen großen Plantagen angebaut und dann in Ballen an die Weber in aller Welt verschifft. Was mir aber ganz besonders ins Auge gefallen ist sind die Bäume, welche aus der alten Heimat Seiner Erlaucht stammen. Diese werden gemolken wie man sagt und geben einen Farbstoff namens Royalblau als Saft ab, welche zum Färben von Stoff verwendet wird und genauso blau färbt wie der Saft von den Schnecken, aber leichter zu erhalten ist. Auch diese Bäume wachsen auf Plantagen, welche neu angelegt wurden.

Von Weidenfeld aus gelangt man nach Blautann.

Diese Baronie hat ihren Namen von den blauen Tannen, welche als ein finsterer Wald diese fast in Gänze bedecken. Aus diesem Wald zieht die Baronie ihren Reichtum, denn es wurden viele verschiedene Kräuter und Duftstoffe entdeckt, wie zum Beispiel die Rinde der Tannen.Desweiteren denkt man vielerorts in der Baronie Blautann, dass der Wald brennen würde, da überall der Rauch von Köhlerhütten aufsteigt. Im Schatten des Waldes gedeihen Gewürzkräuter auf großen Feldern oder auch zwischen den Bäumen, so dass, wenn es nicht nach Feuer riecht, man einen sehr angenehmen Duft in der Luft liegen hat.So wird auch behautet, dass selbst die Hauptstadt von Blautann von ihren Bürgern parfümiert wird.

Die Hauptstadt der Baronie ist wie in allen Baronien der Hauptumschlagsplatz von Waren und von hieraus reisen die Händler durch das Land, um Markt zu halten. Dennoch erkennt man sofort, dass hier der hauptsächlich vorhandene Baustoff Holz ist, denn die Häuser der Hauptstadt sind, wie auch in Weidenfeld, aus Holz gebaut, zumindest zu einem sehr großen Teil. Wobei das Holz aus Blautann meist als Holzkohle nach Eisenhain verschifft wird, aber hierzu später.

Die letzte Baronie von Capaunenhain ist Eichenhain, in welcher auch die Hauptstadt von Galwar liegt, doch die Hauptstadt selbst möchte ich am Ende dieses Berichtes beschreiben. So werde ich mich jetzt drauf beschränken, über Eichenhain zu berichten und so tun als wäre die Hauptstadt Galwars woanders.

Eichenhain, wie der Name schon sagt, beherbergt die Eichen Galwars. So liegt in dieser Baronie am schönen Turmalinsee auch das Ritterlehen „Werftblick“, welches seinen Namen daher hat, dass hier unter der Aufsicht von dem ehrenwerten Herrn Olson von Werftblick die Handelsschiffe Galwars gebaut werden. Diese Schiffe sind nach Plänen gefertigt, welche schon in der Heimat von meinem Rittervater zum Einsatz kamen. Doch der ehrenwerte Herr Olson hat einige Änderungen vorgenommen, so wie das Entfernen der Geschütze aus den Plänen, um mehr Raum für Ladung zu haben, da wir in Galwar und Dalag Nor ja kein Problem mit großen Feinden im Inneren haben. Die Schiffe selbst bewegen sich auf zwei Arten, nämlich durch Wind oder getreidelt mit Ochsen. Um die Schiffe besser zu verstehen, habe ich ein Bild beigefügt, denn obwohl sie eine Länge von bis zu 150 Fuß  und eine Breite von gut 40 Fuß haben, haben sie dennoch keinen Tiefgang, da sie gebaut sind wie Badezuber. Für ein leichteres Beladen lässt sich das Deck auffalten wie ein Fächer. Es gibt fünf große Werften in Werftblick, in denen momentan zeitgleich Schiffe gefertigt werden.

Eichenhain hat aber noch mehr zu bieten neben den Werften: In der Hauptstadt von Eichenhain gibt es die Zunft der Seifensieder. Sie kochen die Seife aus Talg und Asche und versetzen sie mit den Düften aus Blautann. So gibt es die Eichenhainer Seife in vielen Farben und Düften, aber leider ist sie auch nicht günstig.

Doch der größte Stolz Eichenhains sind seine Wälder aus Eichenbäumen, in denen es Wild im Überfluss gibt. Eichenhain ist die Baronie der Hohen Jagd, das heißt die Jagd auf Hirsche, Bären, Wölfe, Schwarzwild und Auerhähne, wir hier im Besonderen geführt und gepflegt. Die Eichenhainer sind stolz ob der hohen Ehre, die ihnen zuteil wird und kümmern sich daher auch besonders um ihre Wälder. Gerade die Zunft der Holzfäller ist bedacht darauf, dass nur die Bäume am Waldrand geschlagen werden. Dies führt zwar zu kürzeren Stämmen, aber sie erhalten dennoch genügend Holz.

So bleibt zu Capauenhain zu sagen, dass die Leute, die hier leben, eher naturbezogen sind und auch ihre Zeit gerne mal alleine verbringen, ein wenig wie die Elfen.

Hammerberg ist die nordöstliche Grafschaft von Galwar. Sie wurde vor allem von den Zwergen besiedelt, welche aus dem Land seiner Erlaucht stammen. Hammerberg an sich ist reich an Bodenschätzen, welche hier auch in großen Mengen abgebaut werden. Allerdings gibt es in Hammerberg eine Kuriosität. Dies ist die Baronie Goldbach, mit welcher ich meinen Bericht über Hammerberg beginnen möchte.

Goldbach ist die wohl weltoffenste Baronie von den Leuten her in Hammerberg, denn die Hammerberger sind eher wie die Zwerge Grimmig und lieber unter sich. Aus der Baronie Goldbach stammen zwei Sorten Gold, einmal das Metall und der Honig. Wenn man durch Goldbach reist, so hört man ständig das Summen von Bienen in der Luft. Doch diese Bienen fliegen nicht einfach durch die Natur und sammeln hier und da Honig, nein die Goldbacher haben Felder angelegt mit verschiedenen Blumen, so dass es unterschiedliche Sorten Honig gibt. Doch was Goldbach so besonders macht, ist der Fluss, der sich durch die Baronie zieht, in welchem es Gold gibt. Dieses Gold wird zwar aus dem Fluss gewaschen, aber nur von jenen, welche in Goldbach eine Imkerei besitzen. Sie sind die einzigen, welche dies dürfen und so achten sie auch akribisch darauf, dass es niemand anderes tut. Es wird einem zwar überall Honig angeboten in Goldbach und diesen darf man auch gerne probieren, doch ich habe nirgends außer für den privaten Gebrauch Met gefunden in Goldbach. Wenn man also durch Goldbach reist, ist es ein Teppich aus bunten Blumen, summenden Bienen und einem glitzernden Fluss. So schön habe ich mir den Frieden nie vorgestellt.

Von Goldbach aus gelangt man nach Eisenhain, der östlichsten Baronie von Hammerberg. Nach Goldbach ein Schock, denn unterschiedlicher könnten die zwei Baronien nicht sein. In Eisenhain riecht man überall die Dämpfe von den Eisenhütten, wie sie genannt werden. Dies sind keine Hütten im eigentlichen Sinne, sondern große steinerne Häuser, in denen in großen dickwandigen Kesseln aus Eisen aus dem Gestein geschmolzen und dann in die verschiedenen Legierungen gekocht wird. Es ist aber so, dass in Eichenhain keine Unze Stahl produziert wird, denn dieser stammt aus Stahlberg von den Zwergen und es ist ein wohl gehütetes Geheimnis.

Die Eisenproduktion in Eisenhain liegt bei der Hauptstadt. Doch nicht weit davon entfernt ist ein Dorf. Dieses liegt bei einer riesigen Grube, in welcher eine Art Gestein gefunden wurde, welches die gleichen Eigenschaften hat wie Holzkohle oder Steinkohle, nur liegt es fast an der Oberfläche und ist braun. So sind die Transportwege nicht sehr lang und die Produktion konnte daher auch so schnell aufgebaut werden.

Von Eisenhain aus gelangt man in die nördlichste Baronie von Hammerberg. Sie heißt Stalberg und besteht fast ausschließlich aus einem einzigen Gebirge, in welchem sich auch ein riesiges Gebiet befindet, wo immer Winter herrscht und welches niemals taut. Diese Baronie hat zwar eine Hauptstadt, über welche der Handel abgewickelt wird und auch zwei Dörfer am Fuß des Gebirges, doch die eigentlich größte Stadt befindet sich unter der Erde. Die Zwerge bauen unermüdlich an ihren Hallen und der dabei anfallende Abraum wird in ganz Hammerberg für den Häuserbau verwendet.

Die Menschen in Stahlberg haben viel von den Zwergen angenommen, denn diese sind die zwergischen Braumeister, welche ihnen gezeigt haben, wie man das Bier und den Schnaps herstellt. Es sind die Zwerge, die ihnen beibringen, wie sie den Granit aus dem Berg brechen. Nur das Herstellen von Stahl wird nicht weitergegeben. Auch wenn das Verhältnis zwischen den Menschen und Zwergen gut ist wird trotzdem den Menschen grundsätzlich der Zugang zu den Hallen unter Stahlberg verwehrt.

Ich hatte das Glück, einen kleinen Einblick zu erhalten, da mein Rittervater mir ein Schreiben an den Herren des Stahls mitgegeben hat. Die Stadt der Zwerge zeigt sich von den zwei Eingängen, welche bei den Dörfern Xorront und Arongosh liegen, in das Innere des Gebirges. Es ist beindruckend zu sehen, wie schnell die Zwerge sich im Gebirge ausgebreitet haben. Dennoch durfte ich weder die Schmieden noch die wirklichen Hallen sehen, sondern nur bis zu den oberen Lagern hinein in die Zwergenstadt. Es hatte mich ein wenig verwundert, dass die Zwerge ihr Wissen an die Menschen weitergeben, doch mir wurde erklärt, dass dies auch in ihrer alten Heimat so war, da die alten Völker den Jungen den Weg weisen und es eine Verantwortung wie für ein Kind sei. So leben sie In Hammerberg gemeinsam unter dem Zeichen Haevions, der der Gott der Schmiede ist.

Ich möchte meinen Bericht beenden mit dem, was ich euch vorenthielt, der Hauptstadt von Galwar.

Galwar ist am Turmalinsee errichtet Als Dreiringstadt nach dem Vorbild von Galendar, wobei die beiden Städte nicht nur die Größe unterscheidet. Eigentlich ist Galwar eine Zweiringstadt, einmal der äußere Ring, in welchem das Volk lebt und welcher wie in Galendar sehr finster wirkt. Der innere Ring, in welchem sich das Leben der Betuchteren Bürger abspielt und die Verwaltung ihren Sitz hat, in diesem Ring ist auch das Stadthaus der Markgräflichen Familie, denn sie haben sich nicht wie üblich ein Schloss errichtet, sondern leben relativ bescheiden in einem großen Haus im zweiten Ring Galwars. Dann gibt es noch das Havenviertel, in welchem die Händler, Schiffer und Hafenarbeiter leben.

Doch der innere Ring ist ein riesiger freier Platz, auf welchem Handwerker ihr Lager aufgeschlagen haben. Seine Erlaucht hat diesen Bereich der Stadt dafür vorgesehen, dass hier ein Tempelkomplex zu Yrinors Ehren entstehen soll mit einem angeschlossenen Kloster. Die Arbeiten gehen gut voran, denn es gibt die ersten Pläne und es wurde begonnen, die ersten Fundamente zu graben. Ansonsten kann man sich Galwar vorstellen wie Galendar, nur eben ohne die Pracht des inneren Ringes und kleiner. Die Stadt ist ein geschäftiger Bienenstock, welcher stetig wächst. Daher gibt es um den äußeren Ring auch keine Mauer, sondern nur eine Palisade.

Ich möchte meinen Bericht beenden und hoffe, er konnte Euch einen kleinen Eindruck verschaffen, was sich in Galwar getan hat.